50 JAHRE RECKLI

RECKLI WIRD 50: VORSTOSS IN NEUE MÄRKTE

Mit hochwertigen Produkten hat sich RECKLI am Markt etabliert. Das zweite Jahrzehnt nach der Gründung steht ganz im Zeichen der Expansion.

Nicht nur Helmut Schmidt und Valérie Giscard d’Estaing beleben in den 70er-Jahren die Deutsch-Französische Freundschaft. Auch RECKLI intensiviert die Beziehungen mit dem Nachbarland. Bereits seit 1971 besteht eine Partnerschaft, deren Geschäfte sich so positiv entwickeln, dass das Unternehmen 1978 seine erste Auslandsfiliale in Frankreich eröffnet und mit der Lieferung von Flüssigkunststoffen an die Franzosen beginnt.

Schon Anfang der 70er-Jahre stellt sich heraus, dass der französische Bausektor fortgeschrittene Ansprüche an Individualität und ausdrucksstarke Bauten hat. Firmengründer Hans-Jürgen Wiemers und Franz Ernst erkennen schnell, dass Frankreich damit einen ausgezeichneten Absatzmarkt für RECKLI-Matrizen darstellt. Neben den Standardmotiven des RECKLI-Sortiments, die naturnahe Strukturen wie Blätter und Gräser, Holzstrukturen und sogar das Wattenmeer beinhalten, wagen sich Wiemers und Ernst bereits an Stein- und Putzstrukturen und sogar Fantasiemotive.

Französische Architekten und Bauherren interessieren sich besonders für frei entworfene Motive und wollen auch eigene Ideen verwirklichen. Sie bringen sich so häufig und intensiv mit neuen Motiven in den Prozess ein, dass die Modellbauwerkstatt in der Fabrik in Herne, in der alle Positivmodelle für die Matrizen hergestellt werden, voll ausgelastet ist. Weil das Geschäft in Frankreich weiter gesund wächst, beschließen Wiemers und Ernst, die Logistik und Produktion mit einem eigenen Produktionsstandort in Frankreich zu vereinfachen. Die Eröffnung der französischen Filiale legt den Grundstein für eine langlebige Zusammenarbeit, die bis heute äußerst erfolgreich ist.

Mit der Fertigung in Frankreich können Lieferwünsche vor Ort schneller erfüllt werden. Die Mitarbeiter im Nachbarland stoßen bei Matrizen, deren Größe 3x7 Meter überschreitet, zunächst noch an ihre Grenzen, weil sie die Matrizen in einem Atelier produzieren. Die Wahl der Räumlichkeiten drückt ein künstlerisches Selbstverständnis aus, das sich auch bei den Produkten und der Führung der Filiale ausdrückt. Die Franzosen treten nicht als untergeordnete Tochtergesellschaft, sondern als selbstbewusste und stolze Partner von RECKLI auf. Sie vernetzen sich und kollaborieren mit kreativen Planern, die eine Vielzahl an Aufträgen für individuelle Matrizen nach sich ziehen. Die Beziehungen zu französischen Künstlern und Designern sind bis heute relevant: Sie bringen Ideen für neue Strukturen ein, die regelmäßig Eingang in die RECKLI-Kollektionen finden.

Während die Geschäfte nach Frankreich florieren, verfestigt sich auf weltpolitischer Bühne der Kalte Krieg zwischen den USA und Russland. Mit dem geteilten Deutschland als Mittelpunkt ist in der Baubranche an eine Expansion nach Osteuropa vorerst nicht zu denken. Stattdessen entwickeln sich nachhaltige Geschäftsbeziehungen in den Nahen Osten: Baufirmen wie Bilfinger und Hochtief sind wegen ihrer fähigen Ingenieure im arabischen Raum gefragt. Die Scheichs wollen ihrer ornamentalen Baukultur auch bei neuen Gebäuden mit modernen Baumaterialien gerecht werden. Als Hochtief den Zuschlag bekommt, in Saudi Arabien den Flughafen Jeddah auszubauen, importieren sie die Matrizen für die Fassadengestaltung von RECKLI. Das Unternehmen rekrutiert diejenigen Mitarbeiter, deren Englisch-Kenntnisse gut genug sind, und schickt sie auf die Baustelle. Durch die Betreuung vor Ort entstehen Kontakte zu Baustoffhändlern, die mit RECKLI-Produkten zu handeln beginnen. Weil die Matrizen und Flüssigkunststoffe zuverlässig herausragende Ergebnisse garantieren und RECKLI sich stets um persönliche Betreuung bis hin zur Baustelle bemüht, etabliert sich das Unternehmen auch im Nahen Osten.

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