Mit der Fassade eine Geschichte erzählen

Der Einsatz von Strukturmatrizen an der Fassade eröffnet Architekten und Planern unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können andere Baustoffe nachahmen oder individuelle Ideen wirtschaftlich umsetzen.

Gewöhnlich oder herausragend? Wie ein Gebäude wahrgenommen wird, hängt vor allem von der Fassade ab. Der Einsatz elastischer Strukturmatrizen von RECKLI trägt entscheidend dazu bei, dass die Außenansicht einen Aha-Effekt bekommt. Mithilfe der Matrizen kann jedes Design - egal ob von der Natur inspiriert oder am Computer entworfen - an die Fassade gebracht werden.

Die Wahl der Matrize hängt davon ab, welche Geschichte erzählt werden soll. Das Berliner Büro Zanderroth Architekten wählte für ein Wohnhaus im ehemaligen Mauerstreifen ein durchgängiges Band aus Sichtbeton und eine Matrize mit horizontal ausgerichteter Bambus-Struktur. Das Naturzitat bringt Leben in die ansonsten dicht bebaute Stadtecke und verstärkt die gewollte Ausrichtung der Fassade.

Bei der Bergstation Kulm in der Schweiz ging es hingegen darum, die neue Panoramagalerie in ihre Umgebung einzupassen. Das einstöckige Gebäude schmiegt sich an den Fels und verbindet die Hotels mit der Bergstation. Die Architekten vom Büro Graber Steiger entschieden sich deshalb für eine unregelmäßige Felsstruktur, ein durchgängiges grün-blaues Fensterband erinnert an eine Gesteinsader und verstärkt den natürlichen Eindruck.

Manchmal soll die Fassade kein Naturzitat sein, sondern ein modernes Zeichen setzen. Beim Wiederaufbau des Stadtteils Roombeek im niederländischen Enschede wandelte Rem Koolhaas gemeinsam mit dem niederländischen Büro seARCH ein altes Warenhaus in ein modernes Ausstellungsgebäude um. Das Jan Cremer Museum zeigt Werke des niederländischen Malers und Schriftstellers Jan Cremer und stellt die Arbeiten von Nachwuchskünstlern aus. Für die Fassadengestaltung entwickelte RECKLI eigens eine neue Matrize, die das Cover des ersten Cremer-Romans dreidimensional auf die Fassade brachte. Möglich wird der Effekt durch ein computergestütztes Verfahren, bei dem Bilder eingelesen und in eine dreidimensionale Datei umgewandelt werden.

Ein ähnliches Modell erlaubt auch die Darstellung von Fotos auf der Fassade. In Montreal nutzten die Architekten des kanadischen Büros Kanva Fotogravur-Matrizen, um Sequenzen historischer Filmaufnahmen an die Fassade eines Studentenwohnheims zu bringen und so an die Geschichte der Stadt zu erinnern.

Selbst individuelle Gestaltungsideen können mit RECKLI-Matrizen umgesetzt werden. In Berlin wünschte sich Sammler und Architekt Sergei Tchoban für das von ihm gestiftete Museum für Architekturzeichnung eine Fassade, die den Nutzungszweck des Gebäudes sofort ersichtlich macht. Historische Architekturzeichnungen dienten als Vorlage für Individual-Matrizen, mit denen eine außergewöhnliche Fassade kreiert wurde.

Neben den gestalterischen Zwecken haben RECKLI-Matrizen auch praktische Vorteile: Sie sind einfach zu handhaben, können im Fertigteilwerk oder vor Ort verarbeitet werden und sind mehrfach einsetzbar. Je nach Serie können die Matrizen 10-, 50- oder 100-mal wiederverwendet werden, was ihren Einsatz besonders wirtschaftlich macht. Darüber hinaus können mit Matrizen gestaltete Fassaden als Kunst am Bau verbucht werden.