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Hochwasserschutz in Hockenheim

Die Hochwasserschutzanlage in Hockenheim bewahrt die Stadt nicht nur vor Fluten, sondern ist auch ein grüner Mittelpunkt im Herzen der Stadt.


Von der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 blieb das baden-württembergische Hockenheim zwar verschont. Doch der Klimawandel stellt viele Städte in Flussnähe vor die Herausforderung, sich auf Starkregenereignisse und Sturzfluten einzustellen. Die Stadt Hockenheim hat bereits im Jahr 1999 die Idee für einen verbesserten Hochwasserschutz entwickelt, der sie vor einem 100-jährliches Flutereignis bewahren soll. 


Finanziert wird das 16 Millionen Euro teure Projekt mit 4 Millionen Euro anteilig von der Stadt Hockenheim. Die Restsumme übernimmt das Land Baden-Württemberg. Für das Projekt wurden auf knapp 800 Metern Länge der Fluss Kraibach und der Mühlkanal zusammengelegt. Zusätzlich wurden neue Dämme und Hochwasserschutzmauern errichtet. 


Die Hochwasserschutzmauer wurde als Stützmauer errichtet. Um die Mauer ansprechend und naturnah zu gestalten, kamen RECKLI-Matrizen aus der SELECT-Serie zum Einsatz. Das Design 2/164 Brabant brachte eine waagerecht verlaufende Mauerwerksstruktur in Schieferoptik in den Beton. Der Beton wurde im Fertigteilwerk und im Ortbeton verarbeitet. 


Für die Hochwasserschutzwand wurde zunächst eine Arbeitsebene im Gewässer errichtet, von der aus 13 Meter lange Spundwände ins Gewässerbett gerammt werden konnten. Sie wurden später mit vorgefertigten Betonteilen verkleidet, die mit den RECKLI-Matrizen gestaltet worden waren. Auf der Spundwand wurde im Ortbeton der Kopfbalken der Mauer gefertigt. Beim Betonieren werden die Matrizen in die Schalungen eingelegt und verklebt, dann wird der Beton eingegossen. Nach dem Trocknen wird die Schalung entfernt und die Matrize hat ihr Muster in den Beton geprägt. 
 

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