Museum der polnischen Armee, Warschau, Polen
Der Entwurf sieht einen nach Westen geöffneten Ehrenhof vor, der im Osten vom geplanten Nationalmuseum und im Norden sowie Süden von den beiden Flügeln des Armeemuseums eingefasst wird.

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ProjektMuseum der polnischen Armee
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OrtWarschau, Polen
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NutzungÖffentliche Einrichtungen
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ArchitekturbüroWXCA
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BauunternehmenPERI & Grupa B37
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FotosMarcin Czechowicz
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KategorieIndividualstrukturen
Zwischen Geschichte und Landschaft
Nutzungsfläche
Das neue Armeemuseum in Warschau, geplant vom Architekturbüro WXCA, ist Teil eines musealen Ensembles auf dem Gelände der historischen Zitadelle.
Der robuste, rechteckige Baukörper nimmt Bezug auf die Geschichte des Ortes und bietet auf 12.000 m2 Nutzfläche Platz für eine Dauerausstellung zur Geschichte der polnischen Streitkräfte, Wechselausstellungen sowie einen Saal für kulturelle Veranstaltungen.
Glasfassaden zwischen den insgesamt acht Funktionsblöcken schaffen eine Verbindung zu den Grünflächen des umliegenden Parks.

Die Fassade
Die Außenfassade beeindruckt mit ihrer Höhe von 7,5 Metern. Es wurde rötlich eingefärbter Sichtbeton verwendet, der an die Ziegelmauern der Warschauer Zitadelle erinnert. Um die Monumentalität der Blöcke aufzulockern, wurde das Design mit einem eigens entwickelten Chevron-Muster versehen, das von der polnischen Armeekleidung inspiriert wurde.
Die für die Fassade notwendigen Strukturmatrizen konnten mit RECKLI Unique ganz individuell in der Manufaktur in Herne hergestellt werden. Strukturmatrizen sind elastische Formen, die vor dem Betonieren in der Schalung verklebt werden, um den Beton zu strukturieren. Das Ergebnis: Eine einzigartige Fassadenstruktur, die auf über 1.000 m2 für interessante Licht- und Schattenspiele sorgt und den Besuch der Zitadelle zu jeder Jahreszeit zu einem ästhetischen Erlebnis macht.

Ortbeton mit Nachhaltigkeit
Gesamtfläche
Die Fassadenelemente des Museums der Polnischen Armee in Warschau wurden in Ortbeton ausgeführt und erreichen Dimensionen von bis zu 35 m Länge und 7,35 m Höhe. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit PERI (Schalung) und Grupa B37 (Betonfertigung und Ausführung). Das kürzlich fertiggestellte südliche Gebäude bietet 12.000 m² Nutzfläche für Dauer- und Wechselausstellungen sowie kulturelle Veranstaltungen. Glasfassaden zwischen acht Funktionsblöcken verbinden den robusten Baukörper mit dem umliegenden Park.
Langlebige Formliner lassen sich mehrfach einsetzen und gewährleisten dauerhaft hohe Sichtbetonqualität. Dadurch werden Sanierungszyklen reduziert und der Materialverbrauch langfristig gesenkt. Auch das Gebäude selbst folgt einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Die massereiche Betonstruktur dient als thermischer Speicher und wird durch ein Energiesystem mit 91 Erdsonden à 150 Meter Tiefe unterstützt, die an eine zentrale Wärmepumpenanlage zum Heizen und Kühlen angeschlossen sind.










