Weintanklager, Stein-Bockenheim, Deutschland
Ein kleiner Ort im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands: Stein-Bockenheim. Hier hat die Winzerfamilie Steitz ihren Sitz – in einem traditionellen, von Sandsteinmauern geprägten Hofgut. Nach einem Generationenwechsel sollte sich der Anspruch der Weine, Tradition und Moderne zu verbinden, auch in der Architektur des Weingutes widerspiegeln. Verantwortlich dafür ist Innenarchitekt Ingo Haerlin vom Kreativbüro DESIGN IN ARCHITEKTUR.

-
ProjektWeintanklager
-
OrtStein-Bockenheim, Deutschland
-
NutzungGewerbe & Einzelhandel
-
ArchitekturbüroDESIGN IN ARCHITEKTUR
-
FotosLars Gruber
-
KategorieHolz
-
Produkt
Große Herausforderung für einen großen Weinbauer
Das Weingut Steitz in Stein-Bockenheim sollte um ein neues Weintanklager für 140.000 Liter Wein erweitert werden. Deshalb entschied man sich, den 178 qm großen Neubau in Beton auszuführen. Die Hülle aus Stahlbeton mit Kerndämmung und Betonfertigteilen sorgt für eine optimale Wärmedämmung und setzt sich mit ihrem monolithischen Erscheinungsbild bewusst von der Umgebung ab. „Uns war es wichtig, verschiedene Materialien zu kombinieren, Kontraste und stimmige Verbindungen zu schaffen“, so Haerlin weiter.

Innenarchitekt Ingo Haerlin beschreibt die Herausforderung:
„Zum einen mussten wir das neue Gebäude harmonisch in das bestehende Ensemble aus L-förmiger Produktion und Gästehaus eingliedern. Zum anderen unterliegt ein Weintanklager strengen klimatischen Anforderungen, um die Qualität der Weine nicht durch eine falsche Lagerung zu gefährden.“
Sichtbeton als moderner Kontrast zur Tradition
Haerlin entschied sich für die Strukturmatrize 2/20 Ahr aus der RECKLI SELECT Serie für die Fassade: „Reiner Sichtbeton mit glatter Schalung wäre uns zu clean gewesen, gerade im Kontrast zum Sandstein des angrenzenden Gästehauses. Deshalb wollten wir eine dezente Struktur, die an den klassischen Prozess der Holzschalung erinnert.“ Die Wahl der 2/20 Ahr war genau die richtige Entscheidung.
Der Neubau mit seiner Sichtbetonfassade und klaren Linien hebt sich bewusst von seiner Umgebung ab. In Anlehnung an die mit der neu gestalteten Vinothek eingeschlagene gestalterische Richtung kombiniert das Projekt verschiedene Materialien, um Kontraste und harmonische Verbindungen zu schaffen. Dieses durchdachte Zusammenspiel von Form und Struktur führt zu einer zeitgemäßen Architektur, die sich harmonisch in das historische Ensemble einfügt und dennoch ihre eigene Identität bewahrt.




