Schritt-für-Schritt

Matrizen im Einsatz

Praktische Anleitung für hochwertige Betonoberflächen mit Matrizen: von der Vorbereitung bis zur Entschalung.

Die richtige Anwendung unserer Matrizen

RECKLI Strukturmatrizen bestehen aus gummiähnlichen Polyurethan-Elastomeren, durch deren hohe Flexibilität und Elastizität ein unversehrtes Entschalen der Betonsichtflächen und eine millimetergenaue und scharfkantige Wiedergabe des Texturprofils erreicht werden kann. RECKLI Matrizen können sowohl in der Elementvorfertigung als auch im Ortbeton eingesetzt werden.

Weitere Informationen und wichtige Hinweise finden Sie in unserer Arbeitsanleitung.

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① Schalung vorbereiten

Der Schalungsuntergrund aus Holz oder Stahl muss trocken, staub- und fettfrei sowie flach liegend, gerade und glatt sein.

② Zuschnitt der Matrize

Um die Maße auf der Strukturseite festzulegen, muss die Matrize zunächst flach ausgelegt werden. Im Anschluss wird die Matrize mit dem RECKLI Matrizenmesser entlang der RECKLI Schneideschiene oder einer Handkreissäge mit entsprechender Führungsschiene zugeschnitten.

Beachten Sie bitte die Anmerkungen unter Maßtoleranzen.

Tipp

Empfehlenswert ist es die Matrize zuerst auf eine Trägerplatte aufzukleben und dann zuzuschneiden.

③ Anschleifen der Matrize

Vor dem Verkleben muss der Matrizenrücken vollflächig leicht angeschliffen werden. Überschüssiger Staub muss mit einem Druckluftschlauch abgeblasen werden.

Tipp

RECKLI empfiehlt hierzu einen elektronischen Einhandwinkelschleifer mit Drehzahlregulierung.

④ Einlegen und Ausrichten

Bereiten Sie den Hilfsrahmen in der geforderten Größe vor und befestigen Sie diesen auf der Schalung. Nun müssen die Matrizen entsprechend der gewünschten Anordnung ausgerichtet und aneinandergestoßen werden. Beachten Sie bei diesem Schritt, falls vorhanden, die Kennzeichnung zur Reihenfolge auf der Matrizenrückseite. Strukturbedingte Höhenunterschiede müssen danach egalisiert werden.

⑤ Aufkleben der Matrize

Die Matrizen müssen einzeln und vollflächig auf der Schalung verklebt werden. Hierzu werden die Matrizen nacheinander bis zur Hälfte aufgerollt. Anschließend tragen Sie mit dem RECKLI Zahnglätter den RECKLI Matrizenkleber auf die dadurch freigelegte Fläche der Schalung vollflächig auf und rollen die aufgerollte Matrize langsam wieder in den Kleber ein. Diesen Vorgang wiederholen Sie mit der anderen Seite.

Wichtig

Achten Sie darauf nie zu große Mengen des Klebers zu verarbeiten (Verbrauch: 750–1.000 g Matrizenkleber pro qm Matrize) und beachten Sie
die Verarbeitungszeit (siehe technisches Merkblatt).

Hinweis

Matrizen können auf Stahl- und Holzuntergründen verklebt werden. Frisch verklebte Matrizen dürfen nicht betreten werden, um Deformierungen zu vermeiden. Erst nach dem Aushärten des Klebers ist dies wieder möglich.

Tipp

Ecken und Matrizenübergänge nach dem Kleben fixieren, um eine optimale Verklebung zu erreichen. Vorteilhaft ist es die Matrizen auf Trägerplatten als Hilfsschalung aufzukleben, die dann auf dem Fertigungstisch oder der Schalung befestigt werden. Die Matrizen können zusammen mit der Holzplatte von der Schalung oder vom Tisch abgenommen werden und die Schalungsfläche sind sofort wieder z.B. für glatten Sichtbeton einsatzbereit. Die Matrizen können dann zusammen mit den Holzplatten eingelagert oder entsorgt werden.

⑥ Trennmittel aufbringen

Vor jedem Betonieren muss die Matrize mindestens zweimal mit RECKLI Trennmittel mit einem Winkel von 45–60 Grad bearbeitet werden. Tragen Sie das jeweilige Trennmittel in ausreichender Menge (siehe technische Merkblatt) und sorgfältig mit einem geeigneten Sprühgerät (Pumpsprüh- oder Airlessgerät) im Kreuzgang auf, sodass eine bestmögliche Entformbarkeit erreicht wird. Beachten Sie, dass alle Flächen ausreichend mit Trennmittel benetzt sind. Überschüssiges Trennmittel muss entfernt werden. Wenn möglich Schalung/ Kipptisch nach dem Trennmittelauftrag in eine vertikale Position bringen, sodass ein eventueller Überschuss des Trennmittels ablaufen kann. Das Trennmittel vor dem Betonieren vollständig abtrocknen und ablüften lassen.

Hinweis

Die Matrize muss nach dem Trennmittelauftrag mit der RECKLI Schutzfolie geschützt werden.

⑦ Betonieren

Über die Norm-Anforderungen hinaus bedingen die Matrizen keine zusätzlichen Maßnahmen in Bezug auf die Art, Zusammensetzung, Konsistenz oder Güte des Frischebetons. Es kann wie üblich betoniert und verdichtet werden. 

Bei der Verwendung von Außenrüttlern ist zu berücksichtigen, dass durch die Elastizität der Matrizen ein Teil der Vibration absorbiert wird. Dies muss durch eine längere oder intensivere Vibrationsdauer kompensiert werden.

Tipp

Um ein optimales Ergebnis zu erhalten, empfiehlt RECKLI im Vorfeld einen Testabguss zu erstellen, um die Kompatibilität der Betonrezeptur und der
Schalungsmatrize sicherzustellen. Bei der Verwendung von UHPC muss das Trennwachs TL bzw. TL-SO verwendet werden. TL-W ist hierbei nicht geeignet.

Hinweis

Beachten Sie die Temperatur des Betons während des Betonierens. Eine Temperatur von über 65 °C beschädigt die Matrizen. Achten Sie darauf, dass sich die Abstandshalter nicht in die Matrize eindrücken und die Mindestüberdeckung immer vom Strukturtiefpunkt berechnet wird.

⑧ Entschalen

Trennen Sie das Betonelement und die Schalung langsam voneinander.

Hinweis

Das Entformen des Betons muss so früh wie möglich unter Beachtung der entsprechenden Zement- und Betonnorm erfolgen.

⑨ Reinigen der Matrize

Falls Betonrückstände oder Verunreinigungen auf der Matrize sind, muss diese mit einem Lappen und RECKLI Trennmittel gereinigt werden.

Hinweis

Eine mechanische Reinigung kann zu einer Beschädigung der Matrizenoberfläche führen.

Anwendungsvideo

Schauen Sie sich unser Anwendungsvideo an und erfahren Sie mehr über die Handhabung von Matrizen.

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