Entfalten Sie das volle gestalterische Potenzial

Planung mit Strukturmatrizen

Strukturierte Betonfassaden können beeindruckend präzise und ästhetisch konsistent wirken, wenn sie richtig geplant werden.

Digital starten: Gestaltung im Maßstab 1:1

Entwickeln Sie Ihr Fassadenlayout in CAD. Die digitale Einteilung ermöglicht es, Strukturgrößen, Ausrichtung, Wiederholungen und Übergänge präzise zu prüfen und gleichzeitig mit Tragwerksraster, Elementformaten und Fassadendetails abzustimmen. So stellen Sie sicher, dass die Struktur im realen Maßstab wirkt und nicht nur auf dem Plan.

Für viele Strukturen stellen wir 3D-Daten für CAD zur Verfügung. Damit lassen sich Maßstab, Orientierung und Übergänge bereits in einer frühen Planungsphase zuverlässig koordinieren.

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Wählen Sie eine Struktur, die zu Ihrem Gebäude passt

Jede Struktur trägt ihren eigenen architektonischen Charakter. Wählen Sie eine Textur, die Intention, Maßstab und Rhythmus des Gebäudes unterstützt, und lassen Sie daraus die Logik der Elemente entstehen.

  • Lineare oder gerippte Muster stärken Ordnung und Proportion. Sie kaschieren Fugen auf natürliche Weise und sorgen dafür, dass große Flächen ruhig und zusammenhängend wirken.
  • Natürliche, organische Strukturen wie Fels-, Kliff- oder unregelmäßige Steinreliefs erzeugen eine starke Materialität, erfordern jedoch eine präzise Registerplanung. Wiederholen sich Motive zu offensichtlich, wirkt die Fläche schnell künstlich. Planen Sie daher Elementgrößen, Fugenbilder und Übergänge so, dass Wiederholungen vermieden oder bewusst variiert werden.

Kurz gesagt: Die Struktur sollte mit der Architektur arbeiten, visuell wie konstruktiv und nicht gegen Maßstab oder Raster des Gebäudes.

Eine stimmige Wahl: Für ein Bezirksgericht in Polen wurde eine gerippte Struktur gewählt. Der lineare Rhythmus der Wände stärkt Ordnung, Proportion und eine ruhige Autorität.

Ein Kunstwerk: Glatter Beton rahmt den strukturierten Bereich wie ein Passepartout.

Fugen und Ankerpunkte koordinieren (bei Ortbeton)

Fugenlinien prägen die Wahrnehmung einer Fassade maßgeblich. Entscheiden Sie daher frühzeitig, ob sie als bewusstes Gestaltungselement sichtbar bleiben oder optisch in der Struktur aufgehen sollen. Tipp: Ein bewährter Ansatz ist es, strukturierte Bereiche mit glatten Betonflächen zu rahmen. So werden architektonische Felder klar definiert und Fugen wirken ruhig sowie sauber gesetzt.

Bei Ortbeton sind Ankerlöcher technisch unvermeidbar, visuelle Störungen jedoch nicht. Stimmen Sie ihr Raster auf die Struktur ab und platzieren Sie sie in Vertiefungen oder Schattenzonen, damit sie zurückhaltend wirken. Eine frühzeitige Koordination stellt sicher, dass Fugen und Befestigungspunkte das Gestaltungskonzept unterstützen, statt es zu durchbrechen.

Planen Sie Ecken mit ein

Ecken sind die Punkte, an denen Präzision sichtbar wird. Klären Sie daher gemeinsam mit dem Fertigteilwerk, wie die Struktur an Kanten eingesetzt wird, bevor die Schalung beginnt. Je nach Struktur und Elementlogik kommen gefaltete Ausführungen, Gehrungslösungen oder angepasste Übergänge infrage. Ziel ist Kontinuität und visuelle Klarheit an den sensibelsten Stellen der Fassade.

Unsere Verarbeitungsanleitung für Strukturmatrizen zeigt alle bewährten Ecklösungen auf. Wählen Sie die Variante, die am besten zu Ihrer gestalterischen Intention passt.

Arbeitsanweisung herunterladen

Entwurf und Umsetzung aufeinander abstimmen

Strukturierte Betonfassaden erfordern eine frühzeitige und enge Abstimmung zwischen Architekt*in, Fassadenplaner*in und Hersteller. Elementaufteilung, Fugenlage und Toleranzen müssen mit der Betonierstrategie in Einklang gebracht werden, um eine gleichbleibende Oberflächenqualität und visuelle Kontinuität sicherzustellen.

Der Fassadenplaner übernimmt dabei eine zentrale Rolle, indem er die gestalterische Idee in ein baubares System übersetzt. Werden Oberflächengestaltung, Elementierung und Produktionslogik von Anfang an integriert, lassen sich Fassaden präzise, wirtschaftlich und exakt nach Entwurf realisieren.

Sie möchten mehr über die Kosten beim Einsatz von Strukturmatrizen erfahren? Nutzen Sie unseren Kalkulator.

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Maßstabsgetreu testen

Ein 1:1-Muster ist der sicherste Schritt vor Beginn der Produktion. Es überprüft Maßstab, Fugenwirkung, Ausschalergebnis und das Zusammenspiel von Struktur und Betonrezeptur, sodass es auf der Baustelle keine Überraschungen gibt.

Für die Bemusterung stellen wir Strukturmuster in den Formaten 50 × 50 cm und 20 × 20 cm zur Verfügung. Diese ermöglichen eine realistische Beurteilung von Struktur, Relief und Wirkung der Oberfläche im Beton.

Kurven souverän gestalten

Strukturmatrizen eignen sich besonders gut für einfach gekrümmte Flächen. Ihre Elastizität ermöglicht die Anpassung an sanfte Radien, ohne dass die Reliefwirkung verloren geht.

Kurven können Übergänge weicher gestalten, Bewegung erzeugen und der Fassade eine dynamische Wirkung verleihen, vorausgesetzt, sie sind auf die Laufrichtung der Struktur abgestimmt.