Wohngebäude Strēlnieku 4C
Im ruhigen Zentrum von Riga ergänzt Strēlnieku 4C das Magdelēna-Quartier um einen neuen Baustein: ein mehrgeschossiges Wohngebäude mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Entworfen wurde das Projekt vom lettischen Architekturbüro AB3D unter der Leitung von Juris Mitenbergs gemeinsam mit den Architekt*innen Pēteris Spuriņš, Uģis Tučs, Guna Priede und Madara Kulitāne. Bauherr ist Vastint Latvia, fertiggestellt wurde das Gebäude im Jahr 2025.

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ProjektWohngebäude Strēlnieku 4C
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OrtRiga, Lettland
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Nutzung
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ArchitekturbüroAB3D
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BauunternehmenDEPROM
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FotosKrista Blūma
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Kategorie
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Produkt
Zwei Strukturen, eine Fassadensprache
Für die Fassade des Wohngebäudes entschieden sich die Architekten von AB3D für ein bewusstes Zusammenspiel zweier RECKLI Strukturmatrizen, die im Straßenbild klar voneinander ablesbar bleiben.
Auf rund 640 m² kommt die Strukturmatrize 2/141 Dachstein zum Einsatz: ein feinteiliges, versetzt angeordnetes Reliefmuster aus kleinen, pyramidenartig herausstehenden Betonkuben. Mit ihrem kubistischen Design setzt die Struktur einen durchgehenden, dreidimensionalen Akzent mit Tiefenwirkung.
Auf den deutlich größeren Flächen von rund 2.600 m² prägt die Strukturmatrize 2/90 Travertin die ruhigeren Wandfelder. Ihre feine Oberfläche mit unregelmäßigen Lufteinschlägen erinnert an Naturstein.


Eine vielschichtige Fassade
Beide Strukturen folgen derselben Farbwelt: einem erdigen Grau im Sockelbereich und einem warmen Cremeton in den oberen Geschossen. So entsteht eine vielschichtige Fassade, die dem Gebäude über alle Etagen hinweg Struktur und Wiedererkennbarkeit verleiht.
Die Betonoberflächen treten in einen Dialog mit den dunklen Fensterrahmen, Türelementen und Balkongeländern. Die auskragenden Balkonplatten und die großzügig verglaste Erdgeschosszone der Gewerbeflächen setzen dem strukturierten Sichtbeton warme, klare Linien entgegen. Die erfolgreiche Umsetzung der Betonfertigteilfassade wurde durch DEPROM unterstützt.
Das Unternehmen war für Engineering, Produktionsplanung, Montage sowie die Überwachung der Tragwerksplanung verantwortlich.
Vom 3D-Entwurf zur fertigen Fassade
Damit das Fassadenbild über Gebäudekanten, Öffnungen und Anschlüsse hinweg stimmig verläuft, wurden die Strukturmatrizen umfangreich individuell zugeschnitten und auf die einzelnen Wandelemente vorbereitet. Eine sorgfältige Produktionsplanung war dabei entscheidend, da die Fassadenelemente in umgekehrter Reihenfolge zu ihrer späteren Montage auf der Baustelle gefertigt werden mussten.
Mārtiņš Stoļaronoks von REfero, der die Umsetzung der RECKLI Strukturmatrizen für das Projekt begleitet hat, beschreibt die Besonderheit des Prozesses:
Zum Einsatz kamen mehr als 80 individuell zugeschnittene Travertin-Elemente und mehr als 30 individuell zugeschnittene Dachstein-Elemente. Das Design wurde vollständig in 3D entwickelt. RECKLI lieferte die Strukturmatrizen passgenau zugeschnitten und einsatzbereit, sodass sie im Fertigteilwerk direkt in den Schalungen zusammengesetzt werden konnten.
Strēlnieku 4C zeigt eindrucksvoll, wie sich zwei unterschiedliche RECKLI Strukturmatrizen kombinieren lassen, um einem Gebäude ein unverwechselbares Erscheinungsbild zu verleihen – sowohl über große Fassadenflächen hinweg als auch bis ins feinste architektonische Detail.






