Vorarlberg Museum, Bregenz, Österreich
Die Erweiterung des Vorarlberg Museums in Bregenz verbindet denkmalgeschützten Bestand und zeitgenössische Architektur. Prägendes Merkmal des Neubaus ist die strukturierte Sichtbetonfassade mit 16.656 plastischen Betonblüten. Für die Umsetzung der Fassadenstruktur entwickelte RECKLI individuell gefertigte Matrizen, die eine präzise Reproduktion des künstlerischen Entwurfs ermöglichten.

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ProjektVorarlberg Museum
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OrtBregenz, Österreich
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Nutzung
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ArchitekturbüroCukrowicz Nachbaur Architekten
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FotosHans Peter Schiess, Adolf Bereuter
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Kategorie
Erweiterung mit charakteristischer Betonfassade
Fassade
Mit der Erweiterung des Vorarlberg Museums erhielt die Bregenzer Innenstadt einen markanten Museumsbau, der historischen Bestand und zeitgenössische Architektur miteinander verbindet. Nach Plänen des Architekturbüros Cukrowicz Nachbaur wurde das bestehende Museumsgebäude saniert, erweitert und um einen Neubau ergänzt. Prägendes Merkmal des Neubaus ist die strukturierte Sichtbetonfassade, deren Oberflächengestaltung mit individuellen RECKLI Strukturmatrizen umgesetzt wurde.
Die rund 1.300 m² große Fassade besteht aus Sichtbetonelementen, die mit insgesamt 16.656 Betonblüten versehen sind. Entworfen wurde das Fassadenbild vom Künstler Manfred Alois Mayr. Als Vorlage dienten die Böden handelsüblicher PET-Flaschen, deren charakteristische Form in Beton übertragen wurde.
PET-Flaschen als Vorlage für die Fassadenstruktur
Für die Umsetzung der Fassadenstruktur entwickelte RECKLI projektspezifische Elastomer-Schalungsmatrizen. Aufgrund der Geometrie der einzelnen Elemente konnte die Struktur nicht mit den üblichen Verfahren direkt aus einer gefrästen Negativform hergestellt werden. Stattdessen wurden zunächst Positivmodelle aus den ausgewählten PET-Flaschenböden erstellt und entsprechend der Entwurfsplanung auf Trägerplatten angeordnet. Diese dienten anschließend als Grundlage für die Fertigung der Strukturmatrizen.
Die Anordnung der einzelnen Strukturelemente folgt einem parametrisch entwickelten System. Durch die Kombination verschiedener Haupt- und Ergänzungsmatrizen konnte das Fassadenbild wirtschaftlich umgesetzt werden, ohne dass sich ein regelmäßiges Wiederholungsmuster abzeichnet. So entstand eine durchgängige Oberfläche, die sich über die gesamte Gebäudehülle erstreckt.


Sichtbeton mit hohen Anforderungen an die Ausführung
Die Herstellung der Fassadenelemente stellte hohe Anforderungen an Material und Ausführung. Die Strukturen treten bis zu 45 mm aus der Betonoberfläche hervor und erforderten eine gleichmäßige und detailgenaue Abformung. Zum Einsatz kam ein speziell abgestimmter selbstverdichtender Sichtbeton, der die komplexe Oberfläche zuverlässig abbilden konnte.
In Verbindung mit den RECKLI Matrizen entstand eine präzise ausgeführte Betonoberfläche, die die gestalterische Idee des Entwurfs originalgetreu wiedergibt. Die plastische Wirkung der Strukturen verändert sich im Tagesverlauf durch den wechselnden Lichteinfall und prägt das Erscheinungsbild des Museums aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln.
Architektur und Betonoberfläche als gestalterische Einheit
Mit der Erweiterung des Vorarlberg Museums entstand ein Gebäude, bei dem die Fassadenoberfläche zu einem wesentlichen Bestandteil des architektonischen Konzepts wird. Die gefertigten RECKLI Individualmatrizen ermöglichten die wirtschaftliche und präzise Umsetzung der komplexen Oberflächenstruktur und zeigen die gestalterischen Möglichkeiten strukturierter Betonoberflächen im modernen Museumsbau.





