Corvinus Gellért Campus, Budapest, Ungarn

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ProjektCorvinus Gellert Campus
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OrtBudapest, Ungarn
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Nutzung
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Architekturbüro
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Bauunternehmen
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Kategorie
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Produkt
Vom Amt zum Campus
Campuspark
Am Fuß des Gellértbergs, an der Ménesi út im XI. Budapester Bezirk, hat die Corvinus-Universität ihren neuen Gellért Campus bezogen. Grundlage war kein Neubau auf der grünen Wiese, sondern das 1978 errichtete Gebäude der ehemaligen Verwaltungshochschule (Államigazgatási Főiskola). Statt eines Abrisses entschieden sich Bauherr und Architekten für eine adaptive Weiternutzung: Baumasse und Tragstruktur des Bestands blieben erhalten, das Gebäude erhielt jedoch eine komplett neue, weiß gerasterte Fassade und einen neuen, gläsernen Eingangsbereich auf der stadtzugewandten Seite.
Aus dem Bestand entstanden zwei klar ablesbare Baukörper: der Turm „J“ – für Jövő, Zukunft –, mit kooperativen Lehr- und Lernflächen, sowie der Turm „K“ – für Közösség, Gemeinschaft –, in dem sich das Studentenwohnheim in klimatisierten Zwei- und Dreibettzimmern befindet. Ergänzt wird das Raumprogramm durch einen großen Hörsaal, einen ruhigen Leseraum, den datenwissenschaftlich genutzten „Adattér“ sowie ein Sport- und Fitnesszentrum mit Kletterwand und mehreren Bewegungsstudios. Rund um die Gebäude liegt ein weitläufiger, über 11.000 m² großer Campuspark.
Nachhaltigkeit mit Substanz
Der Gellért Campus gilt als das nachhaltigste Bildungsgebäude Ungarns: Er ist LEED-Gold-zertifiziert und wurde für eine AA+-Energieeffizienzeinstufung vorgeschlagen. Möglich macht dies unter anderem eine Kombination aus Photovoltaik und 86 Erdwärmesonden mit Wärmepumpen, ergänzt durch automatisierte Verschattung, bewegungsgesteuerte Beleuchtung und begrünte Dachflächen.
Seit der Fertigstellung wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Budapester Architekturpreis, einem Sonderpreis des ungarischen Bauunternehmerverbands ÉVOSZ für „Grünes Gebäude des Jahres“ sowie dem Ungarischen Immobilienentwicklungspreis 2025 in der Kategorie Universität/Technologiezentrum. Auf einer Konferenz der Deutschen Umwelthilfe in Berlin wurde der Campus zudem als Vorzeigebeispiel für nachhaltige Gebäudesanierung vorgestellt.

Akzente am Treppenaufgang
Für den Sichtbetonaufgang am neuen, stadtseitigen Eingang des Campus kamen zwei RECKLI Strukturmatrizen zum Einsatz: die feine, changierende Struktur 1/41 B Ibiza auf rund 60 m² sowie die grobkörnigere Struktur 2/106 B Amur auf rund 30 m². Insgesamt wurden auf diese Weise rund 250 m² Ortbetonfläche strukturiert, ausgeführt vom Generalunternehmer Market Építő Zrt. direkt vor Ort.
An dieser zentralen Erschließungsstelle, über die Studierende und Besucher den neuen Eingang erreichen, verleihen die beiden Matrizen dem Sichtbeton eine ruhige, aber lebendige Oberflächentextur und setzen so einen bewussten gestalterischen Akzent im Übergang zwischen Bestand und Neubau.





