UCL East Marshgate, London, England

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ProjektUCL East Marshgate
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OrtLondon, England
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Nutzung
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Architekturbüro
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BesonderheitRIBA London Building of the Year 2026, RIBA National Award 2026
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Fotos
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Kategorie
Vom Olympiapark zum Wissensquartier
Der Queen Elizabeth Olympic Park im Osten Londons hat sich seit den Olympischen und Paralympischen Spielen 2012 grundlegend verändert. Mit East Bank ist hier ein neues Kultur-, Bildungs- und Innovationsquartier entstanden. Neben Institutionen wie dem V&A, Sadler’s Wells, der BBC und dem London College of Fashion hat auch das University College London (UCL) hier einen neuen Campus aufgebaut.
UCL East ist die größte einzelne Erweiterung der Universität seit ihrer Gründung. Gemeinsam mit One Pool Street bildet Marshgate die erste Phase des Campus und verankert Forschung und Lehre in einem Stadtteil, der sich zu einem neuen kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum Londons entwickelt hat.

Marshgate: das Herzstück von UCL East
Gesamtfläche
Das von Stanton Williams entworfene und 2023 eröffnete Marshgate umfasst rund 35.000 Quadratmeter auf acht Geschossen. Labore, Werkstätten, Lern- und Forschungsbereiche sowie öffentlich zugängliche Räume sind bewusst miteinander verknüpft und sollen den Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen fördern.
Zentrales Element ist die mehrgeschossige Fluid Zone. Sie verbindet Ebenen und Nutzungen und schafft fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum.
Eine individuelle Brettstruktur in Beton
Für die charakteristischen Sichtbetonflächen entwickelten die Architekten eine projektspezifische Brettstruktur. Dafür wurden Bretter in unterschiedlichen Breiten ausgewählt und nach festgelegten Regeln angeordnet. Vier Brettbreiten und unterschiedliche Tiefen sorgten für Variation und sollten auffällige Wiederholungen im späteren Betonbild vermeiden.
RECKLI formte die von den Architekten entwickelte Brettvorlage ab und fertigte daraus elastische Schalungsmatrizen. Eine Vielzahl an Mutterformen bildeten die Grundlage für unterschiedliche Matrizen. Auch deren spätere Anordnung wurde so geplant, dass sich das Brettmuster möglichst wenig wiederholt.
Auf diese Weise wurde die von Stanton Williams entwickelte Struktur auf die großformatigen Betonflächen übertragen und zu einem charakteristischen Bestandteil der Fluid Zone.

Ausgezeichnete Architektur
Seit seiner Eröffnung hat Marshgate zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Bereits 2024 wurde das Gebäude beim Architecture MasterPrize als „Best of Best“ in der Kategorie Educational Buildings ausgezeichnet.
Besondere Anerkennung folgte 2026 durch das Royal Institute of British Architects (RIBA): Marshgate erhielt nicht nur einen RIBA London Award, sondern wurde darüber hinaus zum RIBA London Building of the Year 2026 gewählt. Die Jury würdigte insbesondere die räumliche Großzügigkeit des Gebäudes, seine Offenheit und die sorgfältige Materialgestaltung. Auch die unterschiedlichen Betonoberflächen der Fassade und der Fluid Zone wurden dabei als charakteristisches Element der Architektur hervorgehoben.
Mit dem anschließenden RIBA National Award 2026 wurde Marshgate schließlich auch auf nationaler Ebene als eines der herausragenden britischen Architekturprojekte des Jahres ausgezeichnet. Damit unterstreichen die Auszeichnungen die Bedeutung des Gebäudes – sowohl für den neuen UCL-East-Campus als auch für die Entwicklung des Queen Elizabeth Olympic Park zu einem neuen Bildungs-, Kultur- und Innovationsstandort Londons.


