Shanghai Normal University Affiliated Putuo Science and Technology School, Shanghai

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ProjektShanghai Normal University Affiliated Putuo Science and Technology School
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OrtShanghai
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Nutzung
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ArchitekturbüroTongji Architectural Design (Group) Co.
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BauunternehmenCCCC JUNPU ARCHITECTTURE TECHNOLOGY (SHANGHAI) CO., LTD & Shanghai Construction
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Kategorie
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Produkt
Ein Ort zum Wachsen
Putuo liegt im Nordwesten des Shanghaier Stadtzentrums und galt lange als eher unscheinbarer Industriebezirk. In den letzten Jahren entsteht rund um Zhenru Town ein neues Stadtzentrum, das Wohnen, Arbeiten und Infrastruktur miteinander verbindet. Auf dem Grundstück A03-01 des Zhenru Urban Sub-Center gelegen, soll das Projekt die Gesamtattraktivität des Gebiets steigern.
Die Schule ist die erste Schule, die der Shanghai Normal University angegliedert ist und einen Schwerpunkt auf Wissenschaft und technologische Innovation legt. Es handelt sich um eine öffentliche, integrierte Schule für die zwölfjährige Schullaufbahn, deren Grundschultrakt zuerst errichtet wird.
Der Entwurf stammt von Tongji Architectural Design (Group) Co., Ltd. Unter dem Motto „Urban Green Carpet, Cloud Campus“ entstand ein offener, leicht wirkender Campus, der sich inmitten einer dichten Stadtlandschaft der Natur öffnet. Das Erdgeschoss ist aufgeständert und schafft so zusätzliche Flächen für Aktivitäten auf Straßenniveau. Ein Sportplatz auf dem Dach sowie terrassierte Ebenen bilden ein vertikales Begrünungssystem und lassen das Gebäude wie übereinanderliegende Wolkenschichten über der Stadt schweben.
Unter dem übergeordneten Gestaltungskonzept „Warm Rhythm · A Container for Growth“ verbinden die Architekt*innen zeitgenössische Architektur mit einer klaren pädagogischen Vision.


Ein lebendiges Zusammenspiel
Die Fassade lebt vom Zusammenspiel zweier Materialien: Terrakottafarbene, gewellte Elemente treffen auf hellgraue Oberflächen in Holzoptik. Die rote Farbe steht für die Lebendigkeit der Kinder und erinnert zugleich an die traditionelle Backsteinarchitektur Shanghais. Tongji Architectural Design erklärt:
Die vertikal geschwungenen Linien erzeugen im Sonnenlicht ein reiches Spiel aus Licht und Schatten und symbolisieren die Aufwärtsentwicklung der Schüler*innen.
Im Kontrast dazu wirken die horizontal gegliederten grauen Flächen ruhig und geordnet. Sie erinnern beinahe an Bücherregale und verleihen dem Gebäude Stabilität und Geborgenheit. Das Zusammenspiel warmer und kühler Farbtöne sowie offener und geschlossener Flächen schafft einen Ort, der sich bewusst vom häufig starren Charakter konventioneller Schulgebäude löst.
Konstruktive und gestalterische Elemente verschmelzen an der Fassade zu einer Einheit. Die feine, von der elastischen Matrize geprägte Textur erzeugt im Tageslicht subtile, rhythmische Licht-Schatten-Verläufe. Dadurch erhält die Betonoberfläche eine seidige, weiche Anmutung, die der sonst oft massiven und kühl wirkenden Materialität eine besondere Leichtigkeit verleiht.
Bildungsräumen eine poetische Spannung
Auch die Langlebigkeit und der geringe Wartungsaufwand von Beton entsprechen den Anforderungen an nachhaltiges Bauen. Im Laufe der Zeit entwickelt die Architektur dadurch einen ruhigen, menschlichen Charakter. Jedes Fassadenelement wird zu einem Lichtfänger: Je nach Wetterlage und Tageszeit verändert sich die Wirkung der Gebäudehülle und verleiht den Bildungsräumen eine poetische Spannung.
In ihren alltäglichen Bewegungen durch die Schule können die Schüler*innen dieses Zusammenspiel von Material und Natur unmittelbar wahrnehmen – und damit die tiefere Bedeutung von Raum als Teil der Bildung erfahren.
Glasfaserbewehrter Beton als leichtes Baumaterial
GRC, die Abkürzung für Glassfibre Reinforced Concrete (glasfaserbewehrter Beton), besteht aus einer zementgebundenen Matrix, die mit alkalibeständigen Glasfasern verstärkt ist. Dadurch lassen sich Bauteile herstellen, die deutlich dünner und leichter sind als herkömmlicher Stahlbeton, ohne dabei an Zugfestigkeit und Formstabilität einzubüßen.
Für Fassaden bietet dies einen entscheidenden Vorteil: Die Elemente können großformatig und präzise vorgefertigt werden, sind äußerst witterungsbeständig und eignen sich gleichzeitig für filigrane, stark strukturierte Oberflächen – wie die wellenförmige Gestaltung der roten Fassadenelemente bei diesem Projekt.

Eine Fassade in Bewegung
Fassadenfläche
Für die Gestaltung der roten, gewellten Fassadenelemente kam die RECKLI Strukturmatrize 2/701 Liberty zum Einsatz. Die ausdrucksstarke Struktur erinnert an einen Vorhang: Großzügige Wellen und breite, flache Falten verleihen dem Beton eine dynamische und zugleich leichte Anmutung.
Damit greift die Struktur genau jene aufwärtsgerichtete Bewegung auf, die die Architekt*innen mit den roten Fassadenelementen zum Ausdruck bringen wollten.
Insgesamt wurden 80 m² Strukturmatrizen eingesetzt, um eine Fassadenfläche von rund 3.000 m² zu strukturieren.
Langfristiger Schutz mit RECKLI OS HO
Um die Optik der strukturierten Oberfläche langfristig zu erhalten, wurde sie mit RECKLI OS HO behandelt. Dabei handelt es sich um eine farblose, wasserbasierte Imprägnierung, die in den Beton eindringt, ohne dessen Erscheinungsbild zu verändern, und ihn von innen gegen Wasser und Öl schützt.
Dadurch lassen sich Wasserläufer und Ausblühungen reduzieren. Gleichzeitig wird die Ansiedlung von Moos auf der Fassade erschwert. Die Oberfläche bleibt dennoch wasserdampfdurchlässig, sodass Feuchtigkeit, die in den Beton eingedrungen ist, wieder entweichen kann. Gerade im warmen und feuchten Klima Shanghais ist dies von besonderer Bedeutung.
So bleibt die Fassade langfristig zuverlässig vor witterungsbedingten Einflüssen geschützt.






